Das Meer, es steht dort drüben, so kalt und fern. Es flüstert nicht mehr, es treibt nur noch dahin. Irgendwohin, wo es noch kälter, noch ferner und sehr weit ist, wo die Welt offen ist und die Luft kühl und nach Salz schmeckt. Früher hat das Meer immer Geschichten erzählt, heute redet es nicht mehr mit mir.

Die Sonne fällt nur noch als goldene Scheibe hinter die Wellen, versinkt in der Tiefe und dann wird es dunkel. Bevor das Meer seine Geschichten an die Küste spülen kann, vergehen die Worte in einem Gedankenstrom, in einem Strudel, der alle Wörter, all die Silben mit sich auf den Grund zieht, immer weiter in das tiefe Blau hinein.
Vielleicht wird eines Tages jemand die Geschichten wieder erzählen können, wenn das Meer erneut zu murmeln beginnt ...